Wann ist eine Zeckenimpfung sinnvoll?

Ab Temperaturen von 7 Grad Celsius werden Zecken aktiv. Auch wenn die Gefahr, im Sommer von einem der Parasiten gebissen zu werden, größer ist, ist das ganze Jahr über Vorsicht geboten. Schließlich können die Blutsauger Krankheiten übertragen. Bei der Frage, ob eine Zeckenimpfung sinnvoll ist, scheiden sich die Geister.

Wovor schützt eine Zeckenimpfung?

Der Biss einer Zecke kann Krankheiten übertragen. Borreliose und die seltener auftretende Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, sind die größten Gefahren, die von einem Zeckenbiss ausgehen. Doch es gibt die Möglichkeit, sich mit einer entsprechenden Impfung zu schützen.

In Deutschland kommt es jedes Jahr zu etwa 100.000 Neuerkrankungen bei Borreliose. Die Krankheit kann zu chronischen Entzündungen des Nervensystems führen. Außerdem kann sie den Herzmuskel und die Gelenke schädigen. In seltenen Fällen verläuft Borreliose tödlich. Gegen diese Infektionskrankheit hilft eine Zeckenimpfung zwar nicht, dafür kann sie vor dem von Zecken übertragenen FSME-Virus schützen. Dieses kann eine Gehirnhautentzündung auslösen.

Vorteile und Nachteile der Zeckenschutzimpfung

Die Frage, ob eine Zeckenschutzimfung wirklich Sinn macht, ist eine Frage, die weltweit für viel Aufsehen sorgt. Impfgegner argumentieren, dass Borreliose weitaus häufiger als FSME auftritt. Schutz bietet die Zeckenimpfung allerdings nur gegen FSME. Außerdem sollen sich Aluminiumhydroxid, Quecksilber und Formaldehyd, alles im Impfwirkstoff enthalten, schädlich auf den Körper auswirken. Das dem Wirkstoff ebenfalls zugesetzte Antibiotika sei gegen Viren überdies nutzlos. Ganz zu schweigen davon, dass vielerorts nicht ausreichend Aufklärung betrieben wird. Nur wenige kennen die potentiellen Nebenwirkung einer solchen Impfung: Kopfschmerzen, Taubheitsgefühl, Gelenkschmerzen, Atemwegsprobleme, Kreislaufprobleme, Durchfall…

Daneben gibt es auch viele, die eine Zeckenschutzimpfung befürworten. Vor allem in der Pharmaindustrie und in der deutschen Impfkommission mahnt man: Nebenwirkungen bei der Zeckenimpfung seien weniger schlimm als dargestellt. Gerade in Risikogebieten sollte der Nutzen-Faktor sorgfältig abgewogen werden.

Wann wird eine Impfung empfohlen?

Waldarbeiter, Förster und Landwirte halten sich überwiegend dort auf, wo Zecken zuhause sind. Ärzte empfehlen diesen Berufsgruppen deswegen, sich gegen FSME impfen zu lassen. Allerdings ist nicht nur für sie das Risiko groß, sich mit dem Virus anzustecken. 90 Prozent aller an FSME erkrankten Personen stecken sich in der Freizeit an, sei es beim Joggen, beim Wandern, bei der Gartenarbeit oder beim Zelten.

Wer in einem FSME gefährdeten Risikogebiet wohnt oder dort Urlaub machen möchte, sollte sich für eine Zeckenimpfung entscheiden. Ein besonders hohes Ansteckungsrisiko besteht in der südlichen Hälfte Deutschlands, also in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Es gibt aber auch Landkreise mit vereinzelt auftretenden Fällen von FSME. Auch bei einem Urlaub in der Schweiz, in Österreich und in Liechtenstein sollte eine Vorsorgeimpfung stattfinden. Hochrisikogebiete hier sind die Steiermark, Tirol, Wien, Kärnten, das Kanton Zürich, Thurgau, St. Gallen, Aargau, Bern und Zug.

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