Was ist Maltodextrin und welche Nebenwirkungen hat es?

Wer möchte nicht wissen, was in seinem Essen drin ist? In Deutschland stehen Lebensmittelhersteller in der Pflicht, ihren Produkten eine Zutatenliste beizufügen. Bei einem Blick auf die Zutatenliste findet man recht häufig Maltodextrin.

Wo findet man Maltodextrin?

Bei Maltodextrin handelt es sich um einen Stoff aus der Gruppe der Kohlenhydrate. Gewonnen wird diese häufig in Lebensmitteln zu findende Zutat aus Stärke. Mit der Hilfe biochemischer Prozesse entsteht diese modifizierte Stärke. In der Nahrungsmittelindustrie wird das Kohlenhydrategemisch nicht als Zusatzstoff, sondern als ganz normale Zutat geführt. Im Handel wird der Zucker zum Beispiel als Pulver unter der Bezeichnung Maltodextrin Biorex® zum Verkauf angeboten.

Finden kann man die modifizierte Stärke unter anderem in Chips und Süßwaren sowie in Wurstwaren und Kindernahrung. Der Name gibt bereits Aufschluss über die Zusammensetzung: Maltodextrin = Maltose (Malzzucker) + Dextrose (Traubenzucker).

Welche Eigenschaften hat Maltodextrin?

Maltodextrin kann von den Eigenschaften her mit Fett verglichen werden. Es ist aber nicht nur die ähnliche Konsistenz, sondern auch die Eigenschaft, Aromen sehr gut aufzunehmen, die beide miteinander verbindet. Das führte bereits vor einiger Zeit dazu, dass Maltodextrin in kalorienreduzierten Lebensmitteln als Fettersatz verwendet wird.

Abnehmen, aber nicht auf Genuss verzichten können – Maltodextrin ist für viele Übergewichtige eine große Hilfe, wird es doch in Light-Produkten als Fettersatz verwendet. Auch Sportler profitieren von den positiven Eigenschaften. Immerhin ist der kohlenhydrathaltige Stoff in Sportlernahrung ein wichtiger Energieträger. Daneben geht die Stärke auch als günstiger und geschmacksneutraler Füllstoff durch, um Lebensmittel zu strecken. Häufig wird sie auch als Trägersubstanz für flüchtige Stoffe wie Aromen, Vitamine und Gewürze eingesetzt.

Während einige darauf schwören, dass Abnehmen mit Maltodextrin leichter klappt, warnen Ernährungsexperten: Aufgrund des relativ hohen Glykämischen Index hat es negative Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. So soll bei einigen Ernährungskonzepten, wie beispielsweise der LOGI-Methode, darauf verzichtet werden.

Maltodextrin für Sportler

Nicht nur die Lebensmittelindustrie profitiert von den positiven Eigenschaften der Stärke. Immer häufiger wird sie auch von Sportlern genutzt. Ausdauersportler nehmen sie in Form von isotonischen Getränken oder Energy-Gels zu sich. Im Vergleich zu anderen Kohlenhydratgemischen ist Maltodextrin aus ernährungsphysiologischer Sicht besonders wertvoll. So wird es zum Beispiel langsamer resorbiert als andere Kohlenhydrate, weswegen der Blutzucker nicht so stark ansteigt wie bei reiner Dextrose. Es wird also nur so viel Insulin ausgeschüttet wie der Körper braucht; Unterzuckerungen bleiben aus.

Im Kraftsport wird Maltodextrin zum Zunehmen als Weight Gainer benutzt. Bodybuilder und Kraftsportler nehmen nach dem Training einen Shake, der neben Eiweiß auch mit dieser Stärke angereichert ist, zu sich. Dadurch wird Insulin ausgeschüttet, so dass Aufbaustoffe für die Muskulatur, wie Kreatin oder Aminosäuren, schnell in die Muskelzellen transportiert werden können.

Welche Nebenwirkungen hat Maltodextrin?

Keine Wirkung ohne Gegenwirkung – das gilt auch bei dem beliebten Fettersatz. Gesundheitliche Risiken gibt es allerdings nicht. Lebensmittelexperten stufen die Stärke als gesundheitlich unbedenklich ein. Nicht ohne Grund wird sie in medizinischer Sonderernährung, welche zur künstlichen Ernährung oder bei untergewichtigen Patienten eingesetzt wird, verwendet.

Werden zu große Mengen verzehrt, besteht eine Überempfindlichkeit oder eine Unverträglichkeit, können jedoch Nebenwirkungen auftreten. Am häufigsten kommt es zu Sodbrennen mit Aufstoßen, zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Beim Auftreten dieser Symptome sollte auf Maltodextrin verzichtet werden. Vorsicht geboten ist auch bei Menschen, die an Diabetes leiden. Weil Maltodextrin im Körper zu Glukose umgewandelt wird, hebt sie den Blutzuckerspiegel an.

Je nachdem, welche Stärke bei der Herstellung verwendet wurde, gibt es auch glutenfreie Varianten. Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit sollten darauf achten, dass bei der Herstellung Maisstärke und nicht Weizenstärke verwendet wurde.

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