Stevia als Alternative zum Zucker

Schon länger in anderen Ländern als Zuckerersatz verwendet, erhielt Stevia erst relativ spät die Zulassung in der Europäischen Union. Weil in Studien der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit keine schädlichen Nebenwirkungen nachgewiesen werden konnten, begann die Lebensmittelindustrie damit, Produkte mit dem Süßkraut anstatt mit Zucker anzureichern.

Was ist Stevia?

Zucker ist nicht nur ungesund, sondern begünstigt auch Übergewicht. Viele Menschen kommen aber nicht ohne süße Leckereien aus. Auf der Suche nach einer Alternative zu der Kalorienbombe ist man auf die Stevia-Pflanze gestoßen. Stevia ist ein Stoffgemisch, das aus dem Süßkraut gewonnen wird. Die Blätter der südamerikanischen Pflanze sind so süß, dass sie ein perfekter Zuckerersatz sind. Im Vergleich zu Zucker bietet Stevia viele Vorteile.

Welche Vorteile bietet Stevia im Vergleich zu Zucker?

In Anbetracht der Tatsache, dass es immer mehr Übergewichtige gibt, könnte sich Stevia als gute Hilfe zum Abnehmen erweisen. Im Gegensatz zu Zucker kommt das Süßkraut ohne Kalorien daher. Deshalb haben viele Lebensmittelhersteller den Zucker in ihren Süßwaren teilweise durch Stevia ersetzt. Für den Verbraucher heißt das weniger Kalorien und eine geringere Chance für Karies, der sich bei zu starkem Zuckerkonsum gerne in den Zähnen einnistet.

Meistens wird Stevia auch genau so beworben: als Wundermittel zum Abnehmen und als Zuckerersatz ohne Kariesrisiko. Es wäre allerdings fatal, Stevia als Wundermittel hinzustellen. Wissenschaftler konnten noch nicht nachweisen, dass durch entsprechende Produkte Übergewicht vermieden werden kann. Immerhin können bei Süßigkeiten durch Stevia meist nur etwa 20 Prozent der Kalorien eingespart werden. Ganz zu schweigen davon, dass Zucker in Süßigkeiten nicht der alleinige Bösewicht ist. Oftmals ist es die fatale Kombination aus Zucker und Fett, die Übergewicht begünstigt.

Auf was muss beim Umgang mit Sevia geachtet werden?

Es stimmt, dass Stevia praktisch keine Kalorien mit sich bringt, da unser Körper das Süßkraut nicht verdauen kann. Der moderne Zuckerersatz ist aber nicht die einzige Möglichkeit, Kalorien einzusparen. Auch andere Süßungsmittel, wie Aspartam, Saccharin oder Cyclamat, liefern weniger Kalorien und greifen die Zähne nicht an. Als „neue Entdeckung“ verkauft, ist Stevia meistens deutlich teurer als andere Süßungsmittel.

Was auch nicht unterschätzt werden sollte: Das Süßkraut hinterlässt einen leicht bitteren Nachgeschmack auf der Zunge, der an Lakritze erinnert. So fand Stiftung Warentest heraus, dass Marmeladen und Ketchup, die mit dem Süßungsmittel anstatt mit Zucker angereichert waren, weniger süß und weniger abgerundet schmeckten. Den Testern fiel auch das stumpfe, belegende Gefühl auf der Zunge auf.

Außerdem sollte man es hinsichtlich der Menge nicht übertreiben. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Lebensmittelbehörde der EU bei der Zulassung von Stevia die Höchstdosis für Steviolglykoside auf 4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt hat. Was bei einer Überdosierung des unter dem Kürzel E 960 in der Zutatenliste von Lebesnsmitteln geführten Süßstoffes passieren kann, ist nicht genau bekannt.

Wer Stevia beim Kochen einsetzt, sollte bedenken, dass das Kraut 20-bis 30-mal süßer als Zucker schmeckt. Man braucht also eine deutlich geringere Menge um die gleiche Süßkraft wie mit Zucker zu erhalten.

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