Lymphknotenkrebs

Krebs ist und bleibt eine ernst zu nehmende Krankheit, die in unterschiedlichen Formen auftreten kann. Alleine beim Lymphknotenkrebs gibt es in Deutschland jährlich knapp 2.000 Neuerkrankungen. Wer die Diagnose Lymphknotenkrebs bekommt, kann zwar oft mit relativ guten Heilungschancen rechnen, gefährlich ist diese Krankheit trotzdem.

Was ist Lymphknotenkrebs?

Lymphknotenkrebs wird auch als Hodgkin-Lymphom bezeichnet. Der bösartige Tumorbefall im menschlichen Lymphsystem kann die Lymphknoten, die Rachenmandeln, die Milz und das Knochenmark betreffen. Morbus Hodgkin tritt vor allem bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Positiv ist, dass Lymphknotenkrebs in 70 bis über 90 Prozent der Fälle geheilt werden kann. Entscheidend sind das Tumorstadium und bestehende Risikofaktoren.

Welche Symptome gibt es bei Lymphknotenkrebs?

Lymphknotenkrebs ist so tückisch, weil er sich schleichend im Körper ausbreitet. Betroffene klagen selten über Schmerzen oder ähnliche Veränderungen. Als erstes Anzeichen gelten vergrößerte Lymphknoten, die in einem bestimmten Stadizm sehr elastisch sind. Unter den Armen wie auch an der Lendenbeuge kommt es seltener zu Schwellungen. Am häufigsten schwellen die Lymphknoten im Hals- und Brustbereich an. Daneben kommt es zu Appetitlosigkeit und Juckreiz im Halsbereich, in Kombination mit einem sehr trockenen und kratzenden Husten.

Je nach Stadium und Fortschreiten des Krebs können weitere Beschwerden hinzukommen. Auch Leistungsschwäche, Müdigkeit und ein allgemeines Unwohlsein sowie ein unfreiwilliger Gewichtsverlust kommen als Symptome infrage. Zudem können Fieberschübe, Luftnot, Juckreiz und nächtliche Schweißausbrüche auftreten.

Welche Ursachen hat Lymphknotenkrebs?

Bis heute können Mediziner nicht die genaue Ursache für das Hodgkin-Lymphom nennen. Ärzte gehen davon aus, dass verschiedene Faktoren zur Entstehung der Krankheit beitragen. Eine große Rolle spielen zum Beispiel genetische Faktoren. Aber auch eine geschwächte Körperabwehr kann zur Entstehung von Lymphknotenkrebs beitragen. Deshalb galt lange Zeit über, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber bzw. das Epstein-Barr-Virus ein Entstehungsfaktor ist.

Wer auf seinen Körper achtet, sich gesund ernährt und ausreichend bewegt, gibt jeglicher Krankheit weniger Raum. Das gilt auch für Krebs, wobei Ernährung und Bewegung natürlich nicht die einzigen Entstehungsfaktoren sind. Da eine frühzeitige Erkennung die Heilungschancen steigen lässt, ist es wichtig, ein gutes Körpergefühl zu haben. So werden Veränderungen im Körper sofort wahrgenommen und beim Arzt abgeklärt.

Wie stehen die Heilungschancen bei Lymphknotenkrebs?

Die Heilungschancen des typischen Lymphknotenkrebs werden von Medizinern als gut bis sehr gut eingestuft. Allerdings entscheidet letztendlich das Stadium der Krankheit, wie wahrscheinlich eine Heilung ist.

Am wirksamsten hat sich eine Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie erwiesen. Ob nur eines der beiden Verfahren infrage kommt, ist abhängig vom Krankheitsstadium.

Strahlentherapie: Die Strahlentherapie wird über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen durchgeführt. Durch die Bestrahlung des schadhaften Gewebes wird versucht, den Krebs zu beseitigen. Nebenwirkungen sind bei dieser Behandlungsmethode sehr selten. Es kann gelegentlich zu Lustlosigkeit, Übelkeit, Husten und Haarausfall kommen.

Chemotherapie: Dahingegen versucht man bei der Chemotherapie, eine Vermehrung der schadhaften Zellen zu verhindern und dafür zu sorgen, dass diese absterben. Allerdings werden bei dieser Behandlung leider auch gesunde Zellen in Mitleidenschaft gezogen. Dies äußert sich in kurzzeitig auftretenden Nebenwirkungen, die in ihrer Erscheinungsform nahezu identisch mit denen der Strahlentherapie sind.

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